Haltung und Zucht von Ephebopus spp.





Haltung:

Folgender Bericht basiert auf meinen eigenen Erfahrungen. Daher bin ich bisher gut mit der Haltung gefahren, was nich heißen muss,
das es bei anderen auch so funktioniert.
 

Ich halte meine größeren Tiere entweder in 20x20x20 Dosen, welche mit vielen Lüftungslöchern bestückt sind, oder in Faunaboxen welche
auch von oben her sehr gute belüftet sind. Die 3te Möglichkeit bei denen ich meine Tiere unterbringe, sind die "Haplopelmabecken"
welche auch recht hoch sind. Spiderlinge hab ich in Heimchendosen. Der Vorteil der Haltung in solchen Boxen oder Terrarien ist, das man
recht viel Erde in die Behälter füllen kann, welche die Tiere benötigen. Den alle meine Ephebopus spp. graben bzw. nehmen vorgestochene Löcher an
und bauen diese aus. Genauso graben Ephebopus spp. in der Natur Löcher(siehe hier), oder übernehmen diese von anderen Tieren. Auch wenn
sie zu der Unterfamilie Aviculariinae gehört, ist die Gattung Ephebopus kein Baumbewohner!
 


 

Desweitern haben die Boxen den Vorteil, das die Feuchtigkeit unter der Erde recht gut gehalten wird und nur langsam austrocknet. Aus den
Gebieten wo Ephebopus spp. in der Natur vorkommt, herscht ebenfalls eine sehr hohe Luftfeuchtigkeit und dazu kommt, da es dort sehr oft
regnet! Dazu kommt dann noch die hohe Temperatur die das ganze dann zum "Dschungelklima" abrundet.
 

Ich halte meine Tiere bei 22-25 Grad, was wohl der Natur sehr nahe kommt! Die Lufttemperatur wird wohl etwas höher sein, aber ich nehme an,
das es in den bauten ein paar Grad kälter ist. Wichtig ist, das es die Tiere nicht zu trocken haben, den Trockenheit ertragen die Tiere meiner Erfahrung
nach nicht so gut! Besonders als Spiderlinge sind die Arten recht anfällig auf Trockenheit. Es ist vorgekommen, das ich bei den kleinen etwas zuviel
gegossen haben, und das Wasser dann in der Heimchendose gestanden ist, und die Tiere hatten keine Probleme damit. Bei feuchter Haltung sollte man
aber auf eine gute Belüftung achten, was wohl das A und O für die Haltung ist. Den Staunässe ist auch nicht gut für die Tiere. Aber alles in allem ist die Gattung Ephebopus ein leicht zu haltende Vogelspinnengattung, den auch das Füttern macht keine Probleme.

Zucht:

Die Zucht hat sich bei mir bisher auch als recht unkompliziert erwiesen. Die Paarungen von meinen E.cyanognathus und E.rufescens liefen bisher
alle ohne große Probleme ab. Ich setzte die Böcke nachdem sie ein Spermanetz gebaut hatten, zu den gut angefütterten Weibchen. Nach kurzem zögern
fingen die Böcke sofort an, durchs Becken zu laufen und zaghaft zu  trommeln. Die Weibchen von cyanognathus erwiederten das trommeln der Böcke mit
wirklich intensivem getrommel.

Wiederum hatten meine rufescens Weibchen bei ihren Paarungen kaum getrommelt, und den Bock einfach seinen Job machen lassen, das ganze spielte sich von ca 5-10 Minuten ab. Nach der Paarung lies ich die Partner noch ein paar Tage ohne Probleme zusammen.

Bei cyanognathus näherten sich die Böcke recht schnell den Weibchen an, doch bis es zur endgültigen Paarung kam, hat das noch eine weile gedauert. Die Böcke und die Weibchen betrommeln sich sehr lange und es ist ein ständiges hin und her. Doch nach ca. einer halben Stunde lief dann der Paarungsakt recht schnell ab. Und die Böcke entfernten sich vom Weibchen. Aber das ganze läuft doch recht friedlich ab und ich hab die Partner bis zu einer Woche im gleichen Behälter ohne Probleme gehalten.

Und wenn man dann Glück hat, bekommt man dann einen Kokon

 

in dem bei mir nach ca 5-6 Wochen Tiere im 2ten Larvenstadium waren.


 

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